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Unterwegs in der Stadt mit einem Elektroauto

Am Steuer des Smart Electric Drive (EQ fortwo)

Veröffentlicht
Aktualisiert
(erstellt )
Geschrieben von
Willem L. Middelkoop
Themen
Amsterdam · Auto · Design · Umwelt · Experiment · Lifestyle · Mobilität · office · Testbericht · Arbeit
Menschliche Version dieses Beitrags
https://willem.com/de/2018-11-16_unterwegs-in-der-stadt-mit-einem-elektroauto/
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Around town in an electric car
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Rond de stad in een elektrische auto
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Por la ciudad en un coche eléctrico
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En ville dans une voiture électrique
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In giro per la città con un'auto elettrica
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Pela cidade num carro elétrico
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Rònt di stad den un outo eléktriko
Frysk
Troch de stêd yn in elektryske auto
Sprachen
Aus dem englischen Original von einem Sprachmodell in zwei Durchgängen (Übersetzung und Korrektur) mit Glossar und Rechtschreibprüfung übersetzt; noch nicht von einem Muttersprachler gelesen.

Zusammenfassung

Anfang des Monats bin ich eine Woche lang mit einem Elektrofahrzeug durch die Stadt gefahren, einem brandneuen Smart Electric Drive (EQ fortwo). Ich habe ihn für den Weg zur Arbeit, für die täglichen Einkäufe und für Besuche bei Familie, Freunden und Kunden genutzt. Wie ist es, jeden Tag ein vollelektrisches Auto zu fahren?

Volltext

Swatch Mercedes Art

Smart ist mehr als ein kleines Auto. Es ist das Ergebnis einer Partnerschaft zwischen Mercedes-Benz und der Schweizer Uhrenmarke Swatch. Schon 1982 (!) hatte der visionäre Swatch-Chef Nicholas Hayek die Idee für ein kleines elektrisches Stadtauto.

Nicolas G. Hayek, 1999 an seinem Schreibtisch in Biel (Foto: swissinfo.ch)
Nicolas G. Hayek, 1999 an seinem Schreibtisch in Biel (Foto: swissinfo.ch)

Nicholas Hayek war nicht nur Firmenchef. Ihm wird oft zugeschrieben, die gesamte Schweizer Uhrenindustrie gerettet zu haben, weil er als Leiter der Swatch Group vorausdachte. Zur Gruppe gehören bekannte Marken wie Omega, Breguet, Hamilton, Tissot und Longines. Er glaubte, die Autoindustrie habe eine Gruppe möglicher Kunden übersehen, die ein kleines, stilvolles Stadtauto wollten.

Micro Compact Car (MCC) von 1994
Micro Compact Car (MCC) von 1994

1994 gaben Swatch und Mercedes die Gründung der Micro Compact Car (MCC) bekannt. Eine der ersten Aufgaben bei MCC war der Name des Autos. Nicolas Hayek bestand darauf, dass Swatch irgendwie darin vorkommt: „Swatchmobile“ oder „Swatch Car“. Mercedes lehnte ab und drängte auf einen neutralen Namen. Man einigte sich auf Smart, ein Akronym, das MCC intern schon für Swatch Mercedes Art benutzt hatte.

Smart EQ fortwo

Heute ist Smart eine Marke von Mercedes-Benz, hat aber vom ursprünglichen Stadtauto-Konzept viel behalten. Dank der modernen Entwicklung bei Elektrofahrzeugen gibt es das Stadtauto jetzt auch vollelektrisch: den Smart EQ fortwo.

Smart EQ fortwo (mit vollelektrischem Antrieb)
Smart EQ fortwo (mit vollelektrischem Antrieb)

Der Smart EQ fortwo ist ein Elektroauto für zwei Personen, gebaut für wendiges Fahren in und um Städte. Es ist ein Kleinwagen von nur 2.6M Länge, 1.6M Breite und 1.5M Höhe. Mit seiner Lithium-Ionen-Batterie (96 Zellen, 17.6 kWh) wiegt er gut 1085KG.

Zwei Personen sitzen bequem im Smart EQ fortwo
Zwei Personen sitzen bequem im Smart EQ fortwo

Auch wenn das Auto nicht groß ist, gibt es reichlich Platz für die beiden Insassen. Es hat zwei angenehm große Türen und einen praktischen Kofferraum.

Schneller Zugang zum Kofferraum durch die Scheibe, zusätzlich zur Heckklappe zum Herunterklappen
Schneller Zugang zum Kofferraum durch die Scheibe, zusätzlich zur Heckklappe zum Herunterklappen

An den Kofferraum kommst du durch die Heckscheibe, die sich schnell öffnen lässt. Das ist ideal, um kleine Dinge herauszunehmen (und hineinzulegen). Für größere Sachen klappst du die Heckklappe herunter.

Das Styling ist erwachsen und bietet viele Möglichkeiten zum Individualisieren: Den Smart kannst du aussehen lassen, wie du willst
Das Styling ist erwachsen und bietet viele Möglichkeiten zum Individualisieren: Den Smart kannst du aussehen lassen, wie du willst

Der Smart ist alles andere als langweilig! Es gibt zahlreiche Styling-Optionen, und du kannst dem Auto fast jeden Look geben, den du willst. Wie die beliebten Swatch-Uhren gibt es den Smart in vielen verschiedenen knalligen Farben.

Smart fortwo Cabrio in Rot/Rosa
Smart fortwo Cabrio in Rot/Rosa
Smart fortwo Cabrio in Grün
Smart fortwo Cabrio in Grün
Smart fortwo Cabrio im besonderen „nightsky“-Stil
Smart fortwo Cabrio im besonderen „nightsky“-Stil

Mein Testwagen war mattgrau mit schwarzen Akzenten, ein mutiger Auftritt! Aber welche Farbe du auch wählst, das moderne Design des Autos passt dazu.

Mattgraue Lackierung mit schwarzen Akzenten: jung, seriös und trotzdem viel Spaß!
Mattgraue Lackierung mit schwarzen Akzenten: jung, seriös und trotzdem viel Spaß!

Innenraum

Wie viele Niederländer bin ich mit 1.93M nicht gerade klein... und trotzdem fühle ich mich im Smart fortwo sehr wohl. Der Innenraum ist großzügig für die beiden Insassen gestaltet.

Im Smart fortwo: viel Platz für einen großen Kerl (1.93M)
Im Smart fortwo: viel Platz für einen großen Kerl (1.93M)

Das Dachfenster ist ein schönes Extra und lässt alles weiträumig wirken. Fast wie im Cabrio, aber ohne die Gefahr, dass die Frisur leidet.... (falls man eine hat...)

Das Smart-Cockpit mit vielen Knöpfen
Das Smart-Cockpit mit vielen Knöpfen

Am (beheizbaren) Lenkrad gibt es zahlreiche Tasten für Musik und Tempomat. Mit den Tasten schaltest du um, was die verschiedenen Displays anzeigen: von der Geschwindigkeit über die Strecke bis zu Daten zur elektrischen Leistung.

Leistungsanzeige im Smart EQ
Leistungsanzeige im Smart EQ

Das Smart-Designteam hat sich eine witzige kleine Leistungsanzeige einfallen lassen. Sie zeigt die aktuelle Leistung und den Ladestand der Batterie. Die Anzeige schlägt in zwei Richtungen aus: nach links bei Rekuperation (Bremsen mit dem Motor), nach rechts bei Stromverbrauch (Beschleunigen). Das macht Spaß und hilft, wenn du neu im Elektroauto bist.

Zentraler Touchscreen: wie ein eingebautes iPad
Zentraler Touchscreen: wie ein eingebautes iPad

In der Mitte des Armaturenbretts sitzt der zentrale Bildschirm. Damit navigierst du, spielst Musik ab und verbindest dich mit dem Smartphone. Eine Alternative zum eingebauten Mediensystem ist die Smartphone-Halterung, mit der du dein Telefon als zentralen Bildschirm nutzt.

Die Smartphone-Halterung ist eine interessante Alternative zum eingebauten Mediendisplay
Die Smartphone-Halterung ist eine interessante Alternative zum eingebauten Mediendisplay

Wer das Auto täglich fährt, sieht den Innenraum nicht nur, er spürt ihn. Das Lenkrad, die Griffe, die Knöpfe: Das ist Mercedes-Benz-Qualität. Das ist gut so. Außen ist der Smart ein lustiges kleines Auto, innen fühlt er sich an wie ein seriöser Luxuswagen.

Automatischer Scheibenwischer
Automatischer Scheibenwischer
Beheizbare Sitze mit edlen Nähten
Beheizbare Sitze mit edlen Nähten
Automatisches Licht
Automatisches Licht

Das Innenraum-Designteam weiß offenbar genau, wie das Auto (und der Beifahrersitz) in der Praxis genutzt wird. Es hat praktische Dinge eingebaut, etwa einen Gepäckgurt am Beifahrersitz. Erstklassig, im Denken wie in der Verarbeitung.

iPads freuen sich: perfekter Halt auf dem Beifahrersitz
iPads freuen sich: perfekter Halt auf dem Beifahrersitz

Fahrgefühl

Ein vollelektrisches Auto zu fahren ist etwas ganz anderes als ein Benziner. Ein Verbrennungsmotor liefert seine Leistung nur in einem begrenzten Drehzahlbereich effizient. Deshalb braucht man ein Getriebe, mit dem man hoch- und runterschaltet, um in Fahrt zu kommen. Elektromotoren liefern bei jeder Geschwindigkeit Leistung und brauchen kein Getriebe.

Das Beschleunigen fühlt sich deshalb eher an wie Achterbahnfahren: Es geht los! Keine Verzögerung, kein Schalten, nur Power! Der relativ leichte Smart (1085KG) hat zwar nur einen kleinen Elektromotor (±60kW / 80PS), liefert die Leistung aber gleichmäßig und mit viel Freude. In 4.9 Sekunden schafft er 0 auf 60KM/h, gut für ein breites Grinsen an der Ampel in der Stadt.

Elektrischer Antriebsstrang im Smart EQ
Elektrischer Antriebsstrang im Smart EQ

Das Getriebe ist nicht das Einzige, was einem Elektroauto fehlt: Es gibt keinen Öl- oder Kraftstofftank, keine Pumpen, keine Filter, keine Kühlflüssigkeit, keine Kühler und keinen Anlasser. Ein Elektroauto kommt mit viel weniger Teilen aus als jeder Benziner.

Dank der fehlenden klassischen Autoteile konnte das Konstruktionsteam die Gewichtsverteilung verbessern und die schweren Batterien so tief wie möglich einbauen. Der Motor sitzt ganz nah an den Hinterrädern. Dadurch ist die Vorderachse frei und kann sehr stark einschlagen. Zusammen mit dem kurzen Radstand ergibt das einen unglaublich kleinen Wendekreis von nur 6.95M.

Ganz enge Kurven, unglaublich! (Wendekreis von nur 6.95M)
Ganz enge Kurven, unglaublich! (Wendekreis von nur 6.95M)

Die perfekte Wendigkeit ist in der Stadt sehr praktisch. Du bekommst das Auto in fast jede (winzige) Parklücke. Das Gesicht meines Nachbarn war unbezahlbar!

Kreativ eingeparkt
Kreativ eingeparkt
Typisch niederländische Straße... untypischer Parkstil :-)
Typisch niederländische Straße... untypischer Parkstil :-)

Reichweite und Laden

In meiner Zeit mit dem elektrischen Smart kam ich mit einer Ladung locker auf 100KM. Wenn du den ECO-Modus nutzt, deinen Fahrstil anpasst und es ruhig angehen lässt, schaffst du etwa 130KM.

Zuerst dachte ich, das würde ein Problem werden, denn ein Benziner hat leicht eine „Reichweite“ von Hunderten Kilometern. Aber ein Elektroauto kann etwas, was dein Benziner nicht kann: über Nacht laden.

Smart in meiner Garage, zwei davon passen rein...
Smart in meiner Garage, zwei davon passen rein...

Wenn ich das Auto in meiner eigenen Garage geparkt hatte, war es kaum Aufwand, das Ladekabel anzustecken. So ist das Auto morgens beim Aufstehen immer geladen. Da wurde mir plötzlich klar, wie sehr ich das Tanken hasse!

Laden an einer gewöhnlichen Steckdose
Laden an einer gewöhnlichen Steckdose

An einer normalen 230V-Steckdose dauert es höchstens 6 Stunden, bis das Auto zu 80% geladen ist. Mit der optionalen Wallbox lädt es deutlich schneller.

Das Auto lädt auf einem öffentlichen Parkplatz
Das Auto lädt auf einem öffentlichen Parkplatz

Neben dem Laden zu Hause kannst du jede öffentliche Ladestation nutzen, um die Batterie zu füllen. Das ist ideal in Städten, wo man oft schwer einen Parkplatz findet. Mit einer Smartphone-App findest du überall freie Ladeplätze. Während du Freunde, Familie oder Kunden besuchst, tankt das Auto selbst frischen Strom.

Der Biertest

Es gibt viele wichtige Dinge im Leben, und eine Kiste Bier transportieren zu können gehört dazu. Zum Glück wurde der Smart von Deutschen entwickelt, und die lieben Bier. Ich wollte wissen, wie viele Kisten Bier ich ins Auto bekomme...

Kisten Heineken 0.0% im Smart
Kisten Heineken 0.0% im Smart
Zwei Kisten Bier passen bequem in den Kofferraum des Smart
Zwei Kisten Bier passen bequem in den Kofferraum des Smart

Im hinteren Kofferraum haben problemlos zwei Kisten Bier Platz. Wenn du eine richtig große Party feierst, kannst du dich auf dem Beifahrersitz austoben... Ich habe bei 96 Flaschen Bier aufgehört, aber wenn du gut in Spielen wie Tetris bist, bekommst du bestimmt noch viel mehr unter!

96 Flaschen Bier im Smart... erledigt!
96 Flaschen Bier im Smart... erledigt!

Fazit

Eine Woche und viele Kilometer später fiel es mir schwer, meinen neuen elektrischen Kumpel beim Smart-Händler in Amsterdam wieder abzugeben, bei Stern Auto. Es macht einfach so viel Spaß, im elektrischen Smart durch die Stadt zu flitzen.

Noch mehr als das zukunftsweisende Denken bei Design und Antrieb bleibt dieser Spaß hängen! Er bringt dich zum Lächeln, beim Fahren, beim Parken, beim Laden. Spaß!

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